Lesen, Schreiben, Tresentalk mit Carin Müller & Christian Raabe
00:00:01: ruhig brauner.
00:00:04: hier kommt der der literarische saloon.
00:00:10: karin müller und christian rabe unterhalten sich über das leben das literarische universum und den ganzen rest.
00:00:26: Hallo da draußen und herzlich willkommen ihr Leben zum literarischen Salon.
00:00:32: Wir haben unsere Schwingtüren geöffnet, lassen die kalte Herbstluft herein und freuen uns auf Besuch.
00:00:40: Wir, das sind Karin Müller in Frankfurt, der Esel nennt sich immer zuerst.
00:00:45: Und in Berlin.
00:00:48: Ist Christian am Start?
00:00:49: Ich frage mich, bloß wir besuchten es denn heute.
00:00:52: Ja, weiß ich auch nicht.
00:00:57: Die werte Zuhörerschaft.
00:00:58: Wir sind doch hier.
00:00:59: Wir machen das doch nicht nur für uns, Christian.
00:01:02: Jetzt erinnere ich mich wieder.
00:01:03: Und außerdem würde es ja auch mehr oder weniger zum Thema passen, wenn wir jetzt auf Godot warten.
00:01:12: Ja, aber auf den warten wir nicht.
00:01:13: Nein.
00:01:15: Es gab mal rund ein Theaterstück, in dem er tatsächlich kam.
00:01:20: Echt?
00:01:20: Das war ja dann eine Überraschung.
00:01:24: Was machten die hier?
00:01:28: Damit haben wir jetzt nicht gerechnet.
00:01:29: Damit
00:01:29: sind wir schon mal wieder genau auf unserem Niveau gelandet.
00:01:32: Genau, wir haben uns jetzt das Niveau tiefstmöglich heruntergeschraubt, denn wir haben uns heute einiges vorgenommen.
00:01:39: Und zwar, ich sage schon mal, was wir uns vorgenommen haben und dann reden wir erst mal über die angenehmen Dinge.
00:01:46: So können wir das machen.
00:01:48: Also, die unangenehmen Dinge zuerst, es wird wahrscheinlich interessantes Soundeffekt von meiner Seite geben, denn ich bin ein wenig angeschlagen, aber ich glaube, das wird mich nicht nachhaltig von Taten abhalten.
00:02:04: Anyways, was wollte ich eigentlich sagen?
00:02:06: Achso, ich wollte sagen, wo wir gleich reden.
00:02:09: Du
00:02:10: wolltest Tisern und du bist grandios gescheitert.
00:02:13: Ich hatte
00:02:13: wollte Tisern und bin mal schon am Tiser gescheitert.
00:02:17: Wir haben ja eine ongoing Challenge, also das heißt vor allen Dingen habe ich sie selbst mit mir, aber ich habe dich da so ein bisschen reingezogen.
00:02:24: Ja.
00:02:24: Nämlich das Thema preisgekrönte Literatur.
00:02:27: Das ist ja Herbst, wie euch sicherlich aufgefallen ist und im Herbst fallen nicht nur die Blätter von den Bäumen, sondern auch auch die Buchpreise aus den Seiten.
00:02:37: Und
00:02:39: ja, also Literaturnobelpreis wurde verliehen, Deutscher Buchpreis wurde verliehen, der Preis der unabhängigen Buchhandlung wurde verliehen und ganz viele andere internationale Buchpreise wurden auch noch verliehen.
00:02:51: Und wir haben mal wieder gelesen, damit wir mitreden können, damit wir mal einen, also nicht nur über Premium Bücher sprechen, sondern auch unseren Anspruch an Literatur-Podcast
00:03:05: zu moderieren.
00:03:07: Die Leute,
00:03:07: die das
00:03:08: jetzt erwarten, die haben schon nach der Begrüßung abgeschaltet.
00:03:11: Das wollte ich kurz mal kurz angemerkt
00:03:13: haben.
00:03:16: Also Leute, ihr wisst, wie ich es meine.
00:03:18: Ja, ich zumindest.
00:03:20: Ja, und auch die geneigte Zuhörerschaft, die uns schon länger verfolgt, denke ich mal.
00:03:26: Die wissen es auch.
00:03:28: Ja, ehe wir so weit sind, wie ist die Lage bei dir, Herr Rabe?
00:03:36: Ich meine, du hast ja als Ordensmit ... Frau ... als Teilnehmerin an unserer Ordensgruppe fest mitgekriegt, dass ich einen gewissen Text geliefert habe.
00:03:59: Wenn ich mich rechter andere, hast du ihn ja auch schon durchgelesen.
00:04:03: Und die anderen beiden sind auch dabei.
00:04:06: Das ist etwas... Was
00:04:07: heißt, wenn ich mich richtig erinnere?
00:04:09: Wir haben ausführlich darüber gesprochen.
00:04:15: Ich habe gefeedbackt.
00:04:16: Ja, in der Tat.
00:04:17: Nicht zu knapp.
00:04:19: Richtig und sehr angenehm, wie ich anmerken muss.
00:04:24: Und das hat mich sehr gefreut.
00:04:27: Zumal ich tatsächlich auch so ein ähnliches Gefühl diesmal dabei hatte, dass ich also nicht zwischendurch mir immer wieder so sagte, können die nicht mal langsam zum Punkt?
00:04:38: kommen oder so oder vielmehr kann ich nicht mal langsam zum Punkt kommen.
00:04:43: Egal.
00:04:44: Also ja, ich bin damit soweit zufrieden und befinde mich gerade so auf dem Weg in dieses Loch, in das ich immer falle, wenn ich eine relativ umfangreiche Geschichte beendet habe.
00:04:59: und noch nicht so richtig weiß, ob ich mich jetzt davon schon ein bisschen lösen sollte oder vielleicht lieber noch etwas festhalten, weil da kommt ja noch was und ist gerade schwierig.
00:05:10: Deswegen versuche ich mich mit allen möglichen Sachen zu beschäftigen, als da wäre unter anderem ein Ja, ein Briefingespräch mit einer unserer Ordensschwestern-Zwecksumsetzung ihres Textes in ein hoffentlich angenehmes Hörerlebnis.
00:05:35: Und ja, das war auch schon mal ganz nett.
00:05:39: Und ich denke mal, da ich mich ja dann zumindest mit den Texten, die so rundherum um meinen angesiedelt sind, ja dann noch ein bisschen beschäftige und schon drauf hinfiebern kann, dann meinen auch zu vertonen, denke ich mal, werde ich den Blues vielleicht doch nicht ganz so vieles kriegen.
00:05:58: Ehrlich, ich kenne den gar nicht mehr diesen Blues.
00:06:00: Ja,
00:06:00: ne, weil du immer irgendwie eine Deadline zu bedienen hast oder so.
00:06:09: Und deswegen kannst du dich gar nicht mehr an deinen Geschichten so festhalten, ne?
00:06:13: Ja, da sagst du was, also ich habe eine wirklich sehr knappe Deadline vor der Brust und ich möchte dazu sagen, ich habe noch nicht einmal angefangen, sie zu schreiben.
00:06:23: Ja, aber gut, egal.
00:06:25: Deswegen, ich habe ja jetzt dann was Schönes vor mir und werde dann Zeit zum Schreiben haben in den nächsten Tagen.
00:06:34: Also wir nehmen wieder ein bisschen früher auf als üblicherweise, denn ich werde mich gleich mal in den Süden verabschieden.
00:06:45: und zehn Tage lang bei einem Schreib retreat mitmachen.
00:06:50: Also das nennt sich mehr Schreibzeit, was sowieso schon mal gut ist, egal wie man es schreibt, ob mit MEH oder MEE.
00:06:58: Also das heißt aber tatsächlich mehr wie das wieder Ozean, mehr Schreibzeit.
00:07:05: Und ich hoffe auf mehr Also mehr und mehr.
00:07:10: Also ganz viel Schreibzeit, damit ich mich mal um die Sternwarte von Kirkby kümmern kann.
00:07:16: Das werde
00:07:17: nicht verkehrt, genau, denn ich bin schon, obwohl ich noch mitten in In Highland Crime Stecke natürlich schon gespannt, was wir denn da alles noch so geboten kriegen von dir.
00:07:35: Also ich habe schon gemerkt, dass was du schon angedeutet hast in deinem einen Blogartikel, dass dieser Krimi tatsächlich anders geartet ist.
00:07:48: Man merkt es, selbst wenn man jetzt schon erst so auf dem Drittel ist, dass das irgendwie so ein bisschen anders losgeht.
00:07:56: Und ich bin echt gespannt, ja.
00:07:59: Also
00:08:00: du sprichst jetzt aber von Highland Crime gerade von der Tote im Whiskey Fass.
00:08:04: Ja, aber der ist ja fertig.
00:08:06: Der ist ja für mich innerlich schon total beendet.
00:08:08: Hab ich schon abgehakt.
00:08:10: Ja, ich bin noch beim Lesen.
00:08:12: Absolut.
00:08:13: Also wirklich
00:08:13: das andere schreibst.
00:08:15: Ja, ja.
00:08:17: Das werde ich tun.
00:08:18: Und in jeder Krimi, also ich glaube, die allermeisten Leute finden das gut, auch mit dieser zweiten Zeitebene.
00:08:24: Und scheint dann doch eine nicht ganz blöde Idee gewesen zu sein, das so zu machen.
00:08:30: Aber gut, man soll sich ja nicht ... doch, man kann sich auch selbst loben.
00:08:34: Ich meine, wer lobt,
00:08:35: als wir ... Wir dürfen uns immer selber noten, das ist ja schließlich unser Ding hier.
00:08:38: Das stimmt.
00:08:39: Also, es ist ein super Buch, Leute, lest.
00:08:44: Ja, also deswegen werde ich jetzt dann die Zeit, also ich müsste eigentlich noch was anderes schreiben, weil ich habe ja irgendwie blöderweise versprochen, dass ich doch so einen Ratgeber mache.
00:08:56: Also was?
00:08:57: Ich habe
00:08:57: da schon ein gewisses Kritik, also zumindest einen Entwurf mal gesehen.
00:09:00: Ja,
00:09:02: also das Cover ist jetzt auch fertig.
00:09:07: Das
00:09:08: fehlt jetzt nur noch der Inhalt.
00:09:09: Das fehlt nur noch der Inhalt.
00:09:10: Aber den muss ich jetzt... Oder man hat einen
00:09:11: schönen Farbschnitt außen rum, wen interessiert an den Inhalt.
00:09:14: Genau, eben.
00:09:16: Das wäre doch mal was irgendwie ein Ratgeber mit Farbschnitt.
00:09:19: Das wäre, das glaube ich noch nicht so.
00:09:21: Ja,
00:09:21: das wäre... Die
00:09:22: nennt es dann einfach Workbook.
00:09:23: Ich sage einfach, also ihr sollt dann einfach nur nackte Seiten und dann sollen die Leute selbst halt jetzt wieder reinschreiben.
00:09:28: Das ist es.
00:09:30: Ja, nein, also ich, das habe ich jetzt erstmal für mich so ein bisschen minimal vertagt.
00:09:36: Weil also damit werde ich jedenfalls nicht diese Meerschreibzeit füllen.
00:09:40: Die will ich mit was wirklich schön empfüllen, was mir ja was mir Freude macht und das ist eindeutig ein Ausflug nach Kirkby.
00:09:47: Und deswegen
00:09:49: werde ich den
00:09:49: jetzt angehen.
00:09:50: Und deswegen, ich habe ja heute fast vergessen, also völlig, ich war vor wenigen Minuten noch ein bisschen konsterniert, weil mein Kalender mich erinnerte, dass wir gleich eine Podcastaufnahme haben und ich, wie, was, warum, hatte ich so überhaupt nicht auf dem Schirm, weil ich war nämlich total vertieft in einem völlig untypischer Tätigkeit für mich.
00:10:07: Ich möchte es nicht Plotten nennen, aber ich habe mir zumindest, ich habe mir zumindest mal so ein Peripheres Konzept überlegt.
00:10:17: Also zumindest wollte ich wenigstens wissen, also ich mein, ich habe ja den Titel, ich habe ja schon ein Cover für das Buch, also das Buch heißt ja die Sternwarte von Kirkby.
00:10:25: Auf jedem Cover befindet sich so ein kleines Observatorium und in der Ecke unten sitzt ein kleiner Fuchs.
00:10:31: Und weil ich der Cover-Designerin gesagt habe, weil sie meinte ja, was für ein Vieh haben wir denn diesmal auf dem Kirkby-Cover?
00:10:39: Ich habe gesagt, wir hätten jetzt schon alles Mögliche, nehmen wir einen Fuchs, warum kein Fuchs?
00:10:44: Also muss ich irgendwie... Fuchs geht immer.
00:10:48: Jetzt weiß ich natürlich noch nicht, ob der ein wilder Fuchs ist oder ein halbzahmer Fuchs oder ein totalzahmer Fuchs oder ein was auch immer.
00:10:56: Das weiß ich noch nicht.
00:10:58: Ich kenne auch das Protagonisten.
00:11:01: Paar, also zumindestens.
00:11:04: Die Heldin wird ja Flora Douglas sein, die wir schon aus der Bücherstube kennen.
00:11:09: Das ist ja die Zivilärschwester von Ewan Douglas.
00:11:13: Und dann in dem allerletzten Kapitel gibt es ja eine klitzekleide Szene, in der ein Typ auftaucht, namens Leo.
00:11:22: Und da ist die Flora total überrascht, weil offensichtlich kennen sich die beiden.
00:11:31: Sie haben mir allerdings noch nicht mitgeteilt, woher und wie so die Lage ist und die Umstände und so weiter.
00:11:38: Also das muss ich alles noch rausfinden.
00:11:39: Und genau das habe ich heute versucht, mir zu überlegen, was dieser Leo für ein Typ sein könnte, was der in Kirkby zu tun hat.
00:11:49: Und in welcher Beziehung er zu Flora stand, also wie diese Beziehung dann in dem Buch enden wird, also in welchen Beziehungsstatus, das ist ja klar.
00:11:58: Aber noch, also so die Vorgeschichte war mir nicht ganz klar.
00:12:04: Und die ist mir jetzt so minimal klar.
00:12:06: Jetzt habe ich wenigstens so ein bisschen Backstory, wenn auch noch keine echte Geschichte.
00:12:13: Also ich glaube, das zählt nicht unter Plotten.
00:12:15: Nein, also du ... Weißt du, wenn das Plotten wäre, dann würde ich es ja auch hardcore machen.
00:12:22: Denn ich brauche ja eigentlich auch immer irgendwie so einen Einstieg und eben eine Vorstellung davon, was zumindest ein paar der handelnden Personen so irgendwie gedanklich umtreibt oder so in der Richtung.
00:12:40: Und dann lasse ich mich ja auch gerne immer treiben und setze mir dann im Laufe der Geschichte gerne mal so Sachen, die mir dann einfallen, als Landmarke, die ich als nächstes erreichen möchte oder vielleicht auch als überüber nächstes, was mir jetzt auch schon ein paar Mal passiert ist, sodass ich dann immer kaum erwarten kann und mich immer frage, was schreibe ich denn jetzt, bis ich endlich da hinkommen kann?
00:13:07: Aber ja, das sehe ich auch nicht als Plotten in dem Sinne an, auch wenn ich da irgendwelche Denkbritter fülle.
00:13:15: Aber gut, das ist eigentlich auch mehr dem geschuldet, dass ich es, sagen wir mal, anders als früher, also auch mit meinem Geschichten Davinismus, so nach dem Motto, dass die Geschichten es einfach schaffen müssen, mir im Gedächtnis zu bleiben, sind es dann manchmal eben aber so bestimmte Ideen für Szenen oder für was auch immer.
00:13:41: die ich dann aber nicht vergessen will.
00:13:43: Und dafür sind ja solche Denkbretter auch gedacht.
00:13:46: Ja, ja, ja.
00:13:48: Also ich hab mir jetzt auch tatsächlich so ein paar Spröde-Notizen gemacht.
00:13:52: Kannst nicht anders sagen.
00:13:53: Aber wenigstens mit... Entschuldigung.
00:13:57: Mit so ein paar kleinen Ideen, die ich da drauf skizziert habe.
00:14:02: Und ja, also jetzt hoffe ich einfach das Beste, dass da was passiert.
00:14:08: Also ich bin... Was ich zum Beispiel noch gar nicht weiß, wie das mit dem Fuchs sein wird, habe ich ja schon erwähnt.
00:14:16: Aber ich habe jetzt, ob das ein weiblicher Fuchs ist oder ein männlicher Fuchs und wem dieser Fuchs eher zugetan ist ihr oder ihm oder oder oder oder.
00:14:26: Also wirklich Fragen über Fragen über Fragen, die ich alle noch klären muss.
00:14:32: Das mir würzt ihr erzählen.
00:14:34: Das Meer wird es mir erzählen.
00:14:36: und ja, wenn diese Folge erscheint, sitze ich dann gerade demnächst im Flieger und komme wieder nach Hause.
00:14:43: Das heißt, in der nächsten Folge werde ich davon berichten,
00:14:49: wie es war.
00:14:50: Das werde ich auch einfordern, sozusagen.
00:14:53: Ja,
00:14:55: kannst du machen.
00:14:56: Ja, sehr cool.
00:14:57: Kannste machen.
00:14:58: Also da bin ich jetzt gespannt, da freue ich mich drauf.
00:15:00: Und wer weiß, vielleicht laden wir uns ja dann mal jemanden ein, der da ebenfalls dabei war oder der das vielleicht auch organisiert und dass wir diese hoffentlich wunderbare Geschichte hinaus in die Welt tragen, dass das vielleicht noch mehr Leute dann machen demnächst.
00:15:18: Wäre vielleicht eine Idee.
00:15:20: Erst mal abwarten, ob es auch so ein Premium Retreat wird, wie du es dir erhoffst.
00:15:27: So ist es.
00:15:28: So ist es.
00:15:28: Jetzt willst du unbedingt aufs Thema kommen.
00:15:30: Nein, nein,
00:15:31: nein.
00:15:31: Doch können wir gerne machen.
00:15:34: Hast du nicht sonst noch
00:15:35: irgendwas anderes?
00:15:36: Du warst doch gerade noch irgendwo ...
00:15:38: Ach so, ja stimmt.
00:15:39: ... gewisse, berockte Männer dann noch am Startraum und so.
00:15:44: Ja, ja, ja, ja.
00:15:45: Ich war jetzt ja gerade, deswegen habe ich, bin ich auch so ein bisschen stimmlich angegriffen, war ich gerade in Köln auf der Buchpassion gewesen.
00:15:58: Ich habe mir gedacht, ich gebe mir mal wieder so eine kleine Buchmesse.
00:16:01: Und so wahnsinnig klein ist die ja gar nicht.
00:16:03: Also ich fand die relativ ... Also es hieß, siebenhundert Tickets waren verkauft.
00:16:08: Mehr durften auch gar nicht in diesen Veranstaltungsort rein.
00:16:12: Ich sage es jetzt mal gleich dazu, siebenhundert Leute waren nicht an meinem Stand.
00:16:16: Das war ein bisschen ... Lass doch
00:16:17: mal, was denn da los?
00:16:20: Ja, es waren wahrscheinlich nicht mal siebzig Leute an meinem Stand.
00:16:23: Das fand ich auch ein bisschen, wo ich mir dachte.
00:16:26: Leute, aber ich hab, hab ich dann, hab ich dann auch festgestellt, ich fürchte, ich war da nicht so, so ganz die Kernzielgruppe.
00:16:37: Ah ja, okay.
00:16:39: Ähm, oder vielmehr meine, ja, es war so.
00:16:42: war so sehr, ging so ein bisschen in eine andere Schiene.
00:16:45: Also, was wohl wirklich superbombig lief, waren halt diese ganzen bisschen darkeren Geschichten, sowohl in Liebe als auch Fantasy und je abgründiger, desto besser und je farbschnittiger, desto ultimativ besser.
00:17:05: Ja.
00:17:06: Ja, da waren ein paar interessante Erlebnisse.
00:17:09: Aber trotzdem war das sehr nett, weil es waren ja unglaublich viele wirklich nette Kolleginnen dabei.
00:17:15: Ich glaube, es waren auch ein paar Kollegen, aber die habe ich nicht gesehen.
00:17:18: Das brauche ich gar nicht zu gendern.
00:17:21: Bezieh mich allein auf die Damen, die um mich herumstanden.
00:17:24: Also wirklich alles langjährige, gute Bekannte von uns und wir hatten wirklich richtig Spaß und haben uns gut unterhalten und es waren auch wirklich so nette Leserinnen und auch ein paar Leser da, die Also das war, da ging mir schon das Herz auf, das muss ich schon sagen.
00:17:42: Also manchmal ist es dann wirklich nett, wenn man die Leute dann auch mal live sieht und wenn die dann, ja, die sind dann einfach so süß gewesen.
00:17:50: Also die meisten.
00:17:51: Also ein paar waren auch ein bisschen seltsam.
00:17:53: Aber die meisten waren wirklich total süß und haben sich... haben sich wirklich gefreut, mich zu sehen.
00:17:59: Und Jan hat dann irgendwie gemeint, also ja, genau, muss ich vielleicht auch noch erzählen.
00:18:02: Das war ja mein persönliches großes Highlight.
00:18:06: Der Mann war dabei.
00:18:07: Also Jan war zum ersten Mal und womöglich zum letzten Mal bei einer Buchveranstaltung von mir mit am Start.
00:18:14: Der kam aus dem sich wundern sowieso gar nicht mehr raus, weil der ist so gar nicht damit klargekommen.
00:18:19: Also der dachte, wo ist er denn da gelandet?
00:18:22: Aber er hat es sportlich genommen.
00:18:25: Und vor allen Dingen hat er sich, er ist ja ein kulturell Jung und er hat sich, er hat sich also bereitwillig verkleidet.
00:18:32: Er hat wirklich in perfekter Manier den Highlander gegeben.
00:18:36: Also er hat sich in voller Schottland Regalia geworfen.
00:18:39: Einen wunderbaren Kild für alle, die wissen wollen, was das für ein Muster ist.
00:18:43: Das ist ein Buch Cannon Modern Tarten, den wir gekauft haben, weil er uns optisch am besten gefallen hat.
00:18:51: Das hatte sonst keinen anderen Hintergrund außer ästhetische Gründe.
00:18:55: aber du, wenn man sonst keine Probleme hat, dann halt sowas.
00:19:00: Nee, also das war sehr schön.
00:19:04: Und was mein absolutes Highlight war, was wirklich, also gerade für mich komplett überraschend war, war meine Lesung.
00:19:17: Ich meine, wie tut wie du weißt, lese ich ja nicht gerne.
00:19:21: Also vorlesen, ich lese wahnsinnig gerne, da kommen wir gleich dazu, aber ich lese nicht gerne vor.
00:19:27: Und ich lese auch nicht so irrsinnig gerne aus meinen Büchern vor, weil ich finde überhaupt dieses ganze Konzept Lesung erschließt sich mir nicht.
00:19:35: Ich hatte da heute auch mit einer Freundin telefoniert, die mir wieder erzählte, dass sie bei der Lesung war und bei jener Lesung war und dann sogar bei einer Comic-Lesung.
00:19:42: Und ich kann mal eine Comic, also wie soll das denn funktionieren?
00:19:44: Also sie liebt es auf Lesungen zu gehen.
00:19:48: Und ich finde das total strange, weil, also ich gehe auch nicht gerne auf eine Lesung, es interessiert mich nicht, wenn da irgendwelche, ja, da hab ich alles gar nicht laut sagen, es ist so peinlich, ich bin jetzt, naja, egal.
00:19:59: Jedenfalls, ich hab mich, als ich mich für diese Buchpassion angemeldet hab, dachte ich mir, ich hab einfach alles angekreuzt, nehme ich alles mit, was geht.
00:20:07: Falls ich einen Lesungslot kriege, nehme ich ihn sehr gerne.
00:20:10: Und prompt hab ich einen bekommen, und dann hab ich mir nur gedacht, da hab ich jetzt aber eigentlich keine Lust drauf.
00:20:17: Aber gut, jetzt hatte ich dieses Ding schon und dann dachte ich mir, gut, dann muss ich auch was machen.
00:20:22: Und dann muss ich halt auch was machen, bestand dann im Vorfeld darin, dass ich mir dachte, ich habe jetzt aber keine Lust, hier irgendwie, zu lesen.
00:20:34: Und ich muss im Gegensatz zu dir, du kannst es ja einfach lesen.
00:20:38: Und ich muss echt, ich muss das richtig üben, damit es für nixens halbwegs erträglich ist.
00:20:45: Und hatte ich keine Lust drauf und auch keine Zeit, ehrlich gesagt.
00:20:49: Also was ganz anderes gemacht.
00:20:52: Dann habe ich was ganz anderes gemacht.
00:20:54: Nein, also ich habe schon ein bisschen gelesen, aber ich habe, sag ich mal, mein Leseanteil, der war vielleicht fünf Minuten.
00:21:00: Also ich habe zwei kurze Szenen aus Highland Crime, der Tote im Whiskey Fass vorgelesen.
00:21:06: Und ansonsten habe ich Quatsch gemacht mit den Leuten.
00:21:08: Ich habe dann irgendwie so ein bisschen Schottland-Quiz vorbereitet.
00:21:11: Ich habe ein paar gählische Begriffe ausgedruckt und habe die hochgehalten und habe die Leute raten lassen.
00:21:17: Erstens, was heißt und zweitens, wie man es ausspricht.
00:21:20: Und die, die am nächsten dran waren, die haben dann eine kleine Gummihiland-Kuh gewonnen.
00:21:27: Wir haben wirklich lustige Sachen gemacht.
00:21:29: Und erst habe ich gefragt, es waren auch echt viele, da.
00:21:35: ich dachte mir, komm doch bitte an mein Stadt und kauf meine Bücher, warum sitzt ihr da in der Lesung?
00:21:41: und da habe ich erst mal gefragt, wer mich denn jetzt überhaupt kennt, dann ungefähr die Hälfte kannte mich oder wusste von mir oder von meinen Büchern und die andere Hälfte hatte keine Ahnung, wer ich Kaspal da irgendwie bin, der saß.
00:21:56: Und dann dachte ich mir, was machen die denn da?
00:21:58: Aber wahrscheinlich, es war dann irgendwie drei Uhr Nachmittags, die waren ähnlich erschöpft wie ich und froh mal eine halbe Stunde zu sitzen.
00:22:04: Das kann natürlich auch passieren.
00:22:08: Das war dann so meine Theorie.
00:22:09: Aber dann war wirklich von den Leuten, die mich auch so gar nicht kannten, da sind dann danach wirklich drei zum Stand gekommen und haben Bücher von mir gekauft.
00:22:18: Und das war wirklich, da dachte ich mir, okay, jetzt habe ich es kapiert, warum Lesungen nicht so schlecht sind.
00:22:25: weil die können durchaus auch als Kalterquese funktionieren.
00:22:30: Ja, klar.
00:22:30: Also du schaffst es üblicherweise, also wenn du irgendwie die Vibes schaffst, rüberzubringen oder quasi den Leuten nahezubringen, wie du so tickst und wie denn wohl deine Schreibe ist, dann gibts da garantiert auch Leute, die sagen, jo, mach ich jetzt.
00:22:49: Ja.
00:22:50: Ja, ja.
00:22:51: Also irgendwie Fazit des Abends war ... Also Jan war wirklich dann auch geschlaucht, weil er stand ja die ganze Zeit in Highlander Montur da rum und posierte auch für Fotos und so weiter.
00:23:01: Und dann ...
00:23:03: Kann ich dir auch gleich noch was zu erzählen.
00:23:07: Also es war wirklich sehr schmerzhaft dieser Tag.
00:23:09: Und dann waren wir dann der Meinung, als wir dann irgendwie alles abgebaut hatten und so was und dann ein paar Minuten erschöpft im Hotelzimmer auf dem Bett lagen, ehe wir dann zu unserem nächsten Termin los mussten, der dann irgendwie privater Natur war.
00:23:23: Meinten wir, also ich sagte dann, ich glaube, also die meisten Leute, die heute da irgendwie bei mir am Stand waren, die glauben alle, dass ich nett bin.
00:23:33: Bist du auch?
00:23:34: Hat er nur gelacht.
00:23:36: Und dann meinten wir beide, also unabhängig voneinander, ja, die wissen es halt nicht.
00:23:44: Nein.
00:23:45: Aber das ist genau der Punkt.
00:23:46: Nein, also ich glaube, ich bin im Grunde meines Herzens, bin ich schon nett.
00:23:51: Aber ich kann halt, wenn es immer zu viel wird, also ich kann nicht mehrere Tage hintereinander nett sein.
00:23:57: Das ist schwierig.
00:23:59: Ich bin immer punktuell nett.
00:24:01: Das kann ich gut.
00:24:02: Ein Tag geht und dann wird es schwierig.
00:24:06: Deswegen habe ich mir dann auch gedacht, ich könnte niemals jetzt fünf Tage auf der Frankfurter Buchmesse auch noch einen eigenen Stand betreuen.
00:24:13: Das ging nicht.
00:24:15: Spätestens am dritten Tag würde ich durchdrehen.
00:24:17: Also
00:24:18: ich habe ja, also wir haben uns ja letztendlich auf der Frankfurter Buchmesse und durch die Frankfurter Buchmesse getroffen und durch den Autoren so verstand.
00:24:29: Und da hab ich tatsächlich einfach festgestellt, das ist so richtig mein Ding.
00:24:34: Und ich hab da Bock drauf.
00:24:36: Und ich hatte gar keine Lust, über die Messe zu rennen.
00:24:39: Ich hab lieber da am Stand rumgestanden und mit den Leuten gequatscht und sonst die in die Richtung.
00:24:45: Aber das ist ja nur inzwischen auch ein paar Jährchen her.
00:24:49: Inzwischen denke ich mal, das wär ich wahrscheinlich auch nicht mehr so ganz hinkriegen, dass ich da zum Schluss noch ganz knusprig bin.
00:24:59: Ja, also ich weiß auch nicht.
00:25:01: Vielleicht haben wir das auch ein bisschen verlernt durch Corona, wo man zwangsläufig Social Distancing machen musste, aber ich weiß auch nicht.
00:25:11: Es war ein total schönes Erlebnis.
00:25:12: Ich habe wirklich ganz, ganz, ganz zauberhafte und sehr nette Begegnungen gehabt und ich habe auch nichts dagegen, wenn die Leute meinen, dass ich nett bin.
00:25:20: Also wirklich überhaupt nicht, weil ich glaube, ich sprich dich.
00:25:22: Ja, meistens manchmal gelegentlich nett.
00:25:27: Okay, jetzt ist die Beselbsbeweihräucherung zu Ende, jetzt können wir über andere Dinge reden.
00:25:32: Nein, du wolltest mir sagen, was mit stehen ist.
00:25:34: Ach du, also hätten wir diese Aufnahme eine Woche früher gemacht, denn hättest du mich mal wahrscheinlich außerordentlich maulvoll und sonst wie was erlebt, weil wir waren in der letzten Woche zu einem Konzert.
00:25:53: hatte durch Zufall, also das ist eine Band, die habe ich vor ewigen Zeiten mal auf einem Gig gesehen, wo die zusammen mit Annan gespielt hatten.
00:26:05: Die Band heißt Airi Revolté.
00:26:08: Und ich kannte die bis dahin nicht.
00:26:10: Und die haben aber so eine Show da abgeliefert und hatten so einen Bock, dass ich mir dachte, oh, Mensch, die möchtest du eigentlich noch mal live sehen.
00:26:18: Und dann hab ich irgendwann mal geguggelt, irgendwie vor ein, zwei Jahren.
00:26:21: Scheiße, die haben sich aufgelöst.
00:26:23: Ja, also kurz nachdem ich sie gesehen hatte, war dann irgendwie Schluss.
00:26:27: Toll, woran das wohl gelegen hat.
00:26:29: Na ja, egal.
00:26:30: Ja, mir sagt, der hat uns auch gesehen, jetzt können wir aufhören, oder so, keine Ahnung.
00:26:34: Nee, aber auf jeden Fall hab ich durch Zufall, als ich in der S-Bahn zu gerne war, gesehen, die machen eine Tour, weil vor zwanzig Jahren haben sie sich gegründet gehabt.
00:26:46: Und dann kommen sie nochmal zusammen und machen nochmal irgendwie so eine Europatur-Meerawinien.
00:26:53: Und da dachte ich mir, wenn ich jetzt war, dann habe mir gedacht, ich werde auf jeden Fall ein Ticket nehmen, habe dann Simone noch gefragt, ob sie denn Bock hätte, damit zu kommen.
00:27:05: Sie kannte es nicht, aber wir machen sowas dann auch ganz gerne mal, dass wir uns auch auf Sachen begeben, wo wir nicht so richtig wissen, wo es langgeht.
00:27:17: hatten uns dann also diese Karten besorgt und sollte zwanzig Uhr irgendwie losgehen.
00:27:22: Und ich habe am selben Tag schon eine Info vom Veranstalter gekriegt.
00:27:29: Lass mal lieber zwanzig Uhr dreißig machen.
00:27:31: Und ich dachte mir so, ja, also ich meine, was ist da los?
00:27:37: Ja, denn sind wir net vorher noch essen gewesen und in ganz in Ruhe dahin defundiert.
00:27:44: kam da an und haben gesehen, also da ist irgendwie so ein DJ auf der Bühne gewesen und dachte mir, okay, als Vorband für eine Sache, die so eine Mischung aus Reggae, Rap und Scar irgendwie am Start hat, kann ja auch mal ein DJ sein, der dann da ordentlich Reggae gespielt hat.
00:28:05: Ja, nur sagte der dann irgendwann, ja Leute, ich muss euch hier leider noch ein kleines bisschen bespaßen, weil die Band ist zwar schon da,
00:28:14: Aber
00:28:15: die haben gestern in Bern gespielt und die Instrumente sind noch nicht wieder da.
00:28:21: Und dann haben wir einfach mal noch anderthalb Stunden da rumgestanden und dann zweieinhalb Stunden Konzert, also wirklich für die älteren Semester wie mich.
00:28:41: ging das richtig zur Sache.
00:28:42: Also ich bin natürlich nicht ins Mosch-Pitt gegangen, aber ich hätte.
00:28:47: Ich hätte gekonnt, weil da war wirklich alles und die Jungs auf der Bühne und das Mädel, die ich vorher nicht wahrgenommen hatte, vielleicht ist die auch ein bisschen später zu der Bernd gekommen.
00:28:58: Egal, Saxophonistin und Sängerin, super.
00:29:01: Aber die beiden Haupt, ja also Frontmänner sozusagen, zwei Brüder, die sind über die Bühne gehörsch, die ganzen zweieinhalb Stunden und haben da Sachen abgezogen.
00:29:15: Geil.
00:29:16: Sämtliche Sachen, die ich irgendwie von ihnen kannte, haben sie durchgezogen.
00:29:20: Und das war so richtig cool.
00:29:22: Und sie meinten dann irgendwann, na ja, normalerweise würden wir jetzt noch weitermachen.
00:29:26: Aber leider schließt die ...
00:29:29: Lokale
00:29:30: hier um zwölf.
00:29:32: So.
00:29:32: Und dann haben wir bis fünf nach zwölf irgendwie da noch weiter gefeiert.
00:29:37: Und dann sind wir nach Hause gefahren.
00:29:39: Wir waren zwar mit dem Auto da und das hat deswegen nicht ganz so lange gedauert, wie wenn wir dann noch mit den Öffi-Setten fahren müssen.
00:29:47: Aber ich bin wirklich um eins ins Bett gefallen und durch dieses lange stehen und dann noch mal so ein bisschen abgehen und brüllen und johlen und allem.
00:29:56: Ich war wirklich am nächsten Tag echt überhaupt kein Mensch mehr.
00:30:01: Wenn wir da aufnehmen müssen, dann hättest du wirklich eine One-Woman-Show gehabt.
00:30:05: Ach, noch schade eigentlich.
00:30:07: Aber,
00:30:07: ja.
00:30:08: Aber war geil.
00:30:09: War richtig geil und ich bin echt froh, dass ich das gemacht habe oder dass wir das gemacht haben, weil, ja, ich glaube nicht, dass die jetzt sich wieder ernsthaft zusammentun.
00:30:22: Ja, ja, aber das ist doch cool.
00:30:23: Das ist doch super.
00:30:24: Das
00:30:24: war es auf jeden Fall.
00:30:26: Ja,
00:30:26: jetzt haben wir schon eine halbe Stunde gequatscht, ohne dass wir über unsere Premium-Bücher, die wir gelesen haben,
00:30:32: gerippt haben.
00:30:32: Aber wir könnten ja jetzt noch raushauen, solange wie wir wollen einfach.
00:30:37: Ja, das stimmt.
00:30:39: Nicht nur wir könnten, wir machen es auch.
00:30:42: Ja, aber jetzt sollten wir einfach mal zum Thema kommen, würde ich mal.
00:30:45: Das wollte ich damit andeuten.
00:30:47: Das wollte ich damit andeuten.
00:30:48: Letzt du, dann mache ich hier mal das.
00:30:58: Einblicke in Lisa-Erlebnisse von Schreibenden.
00:31:18: Du bist Autor und du liest.
00:31:20: Das scheint aber, also ich bin Autorin und ich lese auch.
00:31:24: Also für mich ist ja wirklich lesen, das ist ja nicht wie Atmen, aber zumindest wie Essen.
00:31:29: Also man kann schon mal drei Tage Notfall darauf verzichten, aber die Laune leidet Gewaltig.
00:31:33: Also
00:31:33: so,
00:31:34: diese Analogie ist, so ist das bei mir.
00:31:36: Also ich hab seit ich in der Lage bin, selbst Bücher zu lesen.
00:31:41: Ich weiß es nicht, was ich mein, das ist jetzt ja über, keine Ahnung.
00:31:46: Ich will gar nicht.
00:31:46: Es ist schon mehrere Jahrzehnte, ist das der Fall.
00:31:51: Und ich habe seitdem vielleicht zehn Tage gehabt, an denen ich nicht gelesen habe, in über vierzig Jahren.
00:31:56: Also zehn Tage in über vierzig Jahren, an denen ich kein Buch in der Hand gehabt hätte.
00:31:59: Also ich lese immer.
00:32:01: Ich brauch das, das ist mir wichtig und so weiter.
00:32:05: Ich hatte ja jetzt, weil ich mich mit vielen Kolleginnen und Kollegen in letzter Zeit getroffen habe und auch gesprochen
00:32:12: habe
00:32:13: mit den unterschiedlichsten Leuten fest.
00:32:15: stellen müssen, dass ganz viele Schreibende nicht lesen oder nicht mehr lesen, die sagen.
00:32:22: Ja, so
00:32:23: nachdem und ich komme gar nicht dazu oder so.
00:32:27: Ja, aber ich verstehe das nicht, weil das ist für mich, das sind völlig unterschiedliche Abläufe.
00:32:35: Das eine hat doch mit dem anderen nichts zu tun.
00:32:37: Also für mich jedenfalls nicht.
00:32:39: Ich bin total verstört.
00:32:41: Also das war... Also insofern, dieser Tisa, der hat mich jetzt wieder draufgebracht, lese einen Drücke von Schreibenden.
00:32:50: Das scheint rat zu sein.
00:32:51: Das kommt gar nicht
00:32:52: so oft vor.
00:32:53: Ja, dann haben wir hier zwei Raritäten am Start, die jetzt über mehr oder weniger, nee, nicht mehr oder weniger, sondern über definitiv preisgekrönte Literatur zu reden haben.
00:33:05: Ja, so ist es.
00:33:06: Also ich hatte es ja schon anfangs angedeutet.
00:33:09: Es ist Herbst und im Herbst fallen die Blätter und die Preise.
00:33:13: Und unter anderem habe ich, wir haben das uns ein bisschen aufgeteilt.
00:33:19: Ich habe mir zwei Bücher vorgenommen und du dir eins.
00:33:21: Also erst mal die Frage, hast du, hast du es getan?
00:33:25: Hast du, hast du ein Buch von ... Das
00:33:28: heißt
00:33:30: ...
00:33:31: Ja,
00:33:31: habe ich.
00:33:32: Wobei, also ich muss ... Ehrlich sagen, ich habe es noch nicht ganz fertig.
00:33:38: Aber ich habe auf jeden Fall genug, um mir darüber eine Meinung zu bilden, die ich euch gerne mitteile, aber nicht als Erster, weil als Erste bist du dran.
00:33:52: Okay, also ich habe zwei Bücher gelesen und zwar, ich hatte es ja dann ein bisschen einfacher, weil während du ja der Literatur Nobelpreis wird ja nicht für ein Buch vergeben, sondern für das Werk.
00:34:05: Und dann ist ja schon erstmal die große Herausforderung, welche Titel liest man.
00:34:11: Und der hat ja nicht wenig geschrieben, der gute Lassel.
00:34:15: Bei mir war es einfacher, ich habe den deutschen Buchpreis twenty-fünfundzwanzig gelesen und ich habe das Lieblingsbuch der Unabhängigen von zwanzigfünfundzwanzig gelesen.
00:34:26: und
00:34:29: ja, womit soll ich anfangen?
00:34:30: Ich fange mit dem Lieblingsbuch der Unabhängigen an.
00:34:36: Das, weil das passt auch so schön zu deinem ungerischen Autor.
00:34:40: Das Buch ist von Neljö Biedermann.
00:34:43: Neljö Biedermann ist ein zwanzigjähriger Schweizer.
00:34:47: Es ist sein Debütromann.
00:34:49: Das fand ich schon mal ganz beachtlich.
00:34:51: Also ich meine mit zwanzig und dann hat er so ein Ding raus.
00:34:55: Und das Buch heißt LASA.
00:34:57: Und das ist der Familienname einer ungarischen Adelsfamilie, die wir über einen Zeitraum von ungefähr, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, ä. Aber mehr oder weniger nah dran an seiner eigenen Familiengeschichte.
00:35:31: Ungerischer Adel in der Zeit.
00:35:34: Erst Wahnsinn, natürlich mächtig, reich, schön, total degenerierte
00:35:40: auch, suizidal.
00:35:44: Aber es gab rauschende Feste und die Fassade stimmte zumindest.
00:35:52: Ja, aber da war einfach... Alles, sag ich mal, das komplette Gefühlskaleidoskop war dabei, was halt irgendwie bei Menschen gerne mal passiert.
00:36:01: Also das wirklich dysfunktionale Familie, Sex, Schuld, Sehnsucht, Selbstverfleischung, Liebe.
00:36:15: Bedeutungsverlust alles.
00:36:17: Also was halt so in einem menschlichen Leben passiert war, war da auch drin, dass alles vor der Kulisse von wirklich drei großen Ereignissen erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg und dann die sowjetische Besatzung in Ungarn
00:36:31: und
00:36:32: was für den Adel auch nicht so gut lief, weswegen man dann letztlich in die Schweiz geflohen ist.
00:36:40: Ja, also das war so diese Story und ich meine, Machen wir uns nix vor, solche Stories gibt's wie Sand am Meer oder wie ich's in meinem Artikel, den ich auch in den Pod in die Schornruts verlinke, weil ich habe auch dazu einen Blogartikel geschrieben, datte mir, wenn ich schon so viel lese, muss ich auch drüber schreiben.
00:37:01: Ich muss mich mal selbst zitieren, solche Romane gibt es wie Haare in der Mähne eines Pferdes.
00:37:07: Und das ist insofern ein durchaus treffender Vergleich, weil das Titelbild, das ist sehr hübsch, da ist ein weißes Pferd vor einer roten Tapete zu sehen.
00:37:18: Ja, also solche Romane, solche Mehrgenerationen, Romane, Familiengeschichten gerade vor diesen Kriegs-Hintergründen.
00:37:25: gibt's einfach total viele.
00:37:28: Ich hab da auch etliche gelesen, viele waren schlechter als dieses, einige waren auch besser.
00:37:35: Und ich würde das mal so, das war, also das war ein Buch, ich hab das ganz gerne gelesen, es hat nicht wehgetan.
00:37:45: Aber weißt du, irgendwie, ich mein, wenn das höchste Lob ist, dass es nicht wehgetan
00:37:50: hat.
00:37:51: Ja.
00:37:53: Und dann dachte ich mir auch, also was ist denn jetzt der Grundwohl gewesen für die für die für die unabhängigen Buchhändler, dass sie das als Lieblingswerk in dem letzten Jahr angewählt haben?
00:38:06: Ja, wobei ich habe dann eine andere Theorie entwickelt und habe mir auch mal so vorherige Preisträge angeguckt und ich denke, dass die unabhängigen Buchhandlungen immer ein Buch wählen, das ... dass sich also einerseits gut verkauft, ...
00:38:23: ... mit
00:38:24: dem man, ... ... ja, aber eben jetzt nicht so ein ... ... so ein Megabestzeller ist, ja.
00:38:28: Also ... ... thematisch darf es jetzt auch nicht problematisch sein, ja.
00:38:31: Also, dass da jetzt irgendwie ... ... reverse Haare im Geschichten ... ... oder hast du nicht gesehen, ... ... das geht ja gar nicht, ... ... weil das wäre ja bäh.
00:38:39: Also, es muss ein Buch sein, ... ... dass irgendwie, dass du theoretisch ... ... wenn irgendein Kunde in den Laden kommt ... ... und sagt, ich brauche ein Buch für Tante Hanelore ... ... oder für meine kleine Schwester ... ... oder für ... die die Lehrerin meiner Tochter oder oder wen auch immer, Onkel Franz, den kannst du allen dieses Buch in die Hand drücken.
00:38:57: Das wird funktionieren.
00:38:58: Also das wirklich so so mehrheitskonsensfähig ist.
00:39:01: Es tut niemandem weh.
00:39:04: Es tut aber auch niemandem so richtig gut, glaube ich.
00:39:07: Also es ist ja.
00:39:10: Also.
00:39:12: Das ist so die Theorie.
00:39:14: Was ich wirklich sagen muss, der Autor ist Zweiundzwanzig.
00:39:18: Ich hätte auch mit Zweiunddreißig so ein Buch nicht schreiben können.
00:39:21: Wir müssen uns gar nichts vormachen.
00:39:23: Das ist eine ganz großartige Leistung.
00:39:25: Also handwerklich
00:39:25: auch jedenfalls schon mal gut gemacht.
00:39:28: Ja, kann man auf jeden Fall so sagen, er hat ganz viel Kritik, also das ist ganz witzig, ich habe mal ein paar Rezensionen gelesen und die einen haben seine poetische Sprache über den grünen Klee gelobt und die anderen haben sich über sein bisschen, wie so, sie haben es als altmodisch oder behäbigen Stil empfunden, haben sich darüber lustig gemacht.
00:39:52: Also ich mochte den Stil, der passte zu der Geschichte.
00:39:56: Das ist jetzt nichts, was du von einem zwanzigjährigen so auf der Straße erwartest, aber sowas hätte ich ja auch nicht in so einem Roman lesen.
00:40:06: Wo ich mir denke, ja Leute, was wollt ihr eigentlich?
00:40:10: Ich fand... Es waren da wahnsinnig viele Redundanzen drin, weil so ein Menschenleben ist ja, wenn man es jetzt mal irgendwie runterstrippt, häufig ja auch ziemlich banal.
00:40:22: Also die Grundbedürfnisse nach Liebe und Anerkennung und nach Erfolg und nach Trost und nach Zugehörigkeit, das sind ja sehr universelle Empfindungen.
00:40:35: Ja, weißt du, das ist alles, ich hab da... diese vielen Figuren aus den vielen Generationen und dieses immerhin und hergespringe zwischen diesen Leuten.
00:40:47: Ich habe da keine einzige Figur gehabt, wo ich gesagt hätte, ja da bin ich jetzt ganz, ganz, ganz wild drauf und da hängt mein Herz dran.
00:40:55: Die waren alle so austauschbar für mich.
00:40:57: Das fand ich so ein bisschen schade da.
00:40:59: Mir fehlte da wirklich so ein bisschen die Tiefe, aber für einen Debüt, grandios in dem Alter sensationell.
00:41:08: Ich bin jetzt total gespannt, was er als nächstes raushaut.
00:41:10: Und ich hoffe, dass Ihnen dieser tolle Preis und diese große Ehre jetzt nicht irgendwie am Ende blockiert.
00:41:17: Das täte mir jetzt auch gleich so ein erfolge.
00:41:20: Das
00:41:20: kann auch ja, gerade wenn es so der erste Schuss gleich so ein Treffer ist, dann kann da natürlich so dieses Haar.
00:41:29: Das nächste muss jetzt aber hier noch alles toppen und so in die Richtung.
00:41:32: Und plötzlich kommt dann gar nichts mehr.
00:41:35: Ich glaube, das hat... Oh Gott, wir waren das.
00:41:38: Ich glaube, hier, der vom Ende der Einsamkeit geschrieben hat, mir fällt der Name nicht mehr ein.
00:41:44: Egal, der hatte das auch mal in einem Interview gesagt, dass das also wirklich echt schwer ist, sich von solchen Preisen dann nicht beeindruckend zu lassen, auch sich selber irgendwie.
00:41:56: Benedict Wells versus Briggs.
00:41:58: Ja,
00:41:58: richtig.
00:41:59: Ich wusste irgendwas mit B.
00:42:02: Ja, also das finde ich auch.
00:42:05: Also da bin ich auch sehr gespannt und vor allen Dingen, ich bin gespannt, was für ein Thema er sich für seinen nächsten Roman vorknüpft, weil wenn das jetzt so seine Familiengeschichte war, da hoffe ich, dass doch dann bei der nächsten Geschichte, dass er sich da was anderes aussucht.
00:42:18: Ja, das
00:42:19: könnte sonst ähnlich voll in die Hose gehen.
00:42:21: Wenn more of the same kommt, dann ja.
00:42:26: Na ja, also wie gesagt, also das ist ein Buch und da muss ich dann den Unabhängigen durchaus recht geben.
00:42:32: Also das kann man wirklich im Grunde jedem schenken, da macht man nicht viel falsch.
00:42:39: Aber halt, ich habe es ausführlich behandelt.
00:42:43: Der Länge und Breite nach behandelt.
00:42:47: Ja, fein.
00:42:50: womit ich jetzt dann also dran bin.
00:42:53: Und ja, um es nochmal zu sagen, natürlich ob lag es mir nun aus dieser Menge an Werken, die er, also der liebe Laszlo Krasna Horkay, um das Wort nochmal gesagt zu haben.
00:43:09: Ich bin sehr beeindruckt.
00:43:10: Ich muss so dran denken, wie Christian Sievert im Heute-Journal gesagt hat, so, ich habe das jetzt eine Stunde lang geübt und ich hoffe, ich spreche es richtig aus.
00:43:22: Also der hat ja eine ganze Menge geschaffen.
00:43:27: Ich musste mir ja irgendwas aussuchen, weil mehr als ein Buch hätte ich sowieso nicht geschafft.
00:43:32: Und wie ich ja schon zugegeben habe, ist es nicht mal das komplett geworden bisher.
00:43:38: Deswegen bin ich mal so ein bisschen hin und her gegangen und habe vor allen Dingen erst mal geguckt.
00:43:44: Was gibt es denn womöglich als Hörbuch, damit ich dann die Chance habe, das eben auch beim Hin und Her fahren irgendwie zu hören oder so?
00:43:59: Ja, und ich bin auf das Buch Shattan Tango gekommen.
00:44:04: Also so wurde zumindest.
00:44:06: ich habe mir dann nun auch noch den Spaß gegeben, es mir auf Englisch anzuhören.
00:44:12: Warum?
00:44:13: Ich weiß eigentlich gar nicht.
00:44:15: Das weiß ich auch nicht.
00:44:16: Aber du bist sicher, dass es Schatterntango
00:44:19: heißt?
00:44:20: Ja, also der ...
00:44:20: Ich hätte jetzt einfach Satan-Tango genannt, so schreibt man es jedenfalls.
00:44:24: Also,
00:44:24: die deutsche Version heißt tatsächlich Satan-Tango, ja.
00:44:29: Ohne
00:44:29: es ... Einfach nur Satan-Tango.
00:44:31: Okay, es gibt tatsächlich auch einen Buchkamer,
00:44:33: auf den Satan-Tango
00:44:35: draufsteht.
00:44:36: Ich hab jetzt tatsächlich auch die englische Version hier gefunden.
00:44:39: Und
00:44:40: der Mensch, der hat's so ausgeführt.
00:44:44: gesprochen.
00:44:45: Vielleicht ist das ja original ungarische Klang.
00:44:51: Also auf jeden Fall muss ich schon mal sagen, also ich bin extrem schwer reingekommen, weil er hat da etwas gemacht, was mir generell immer angekreidet wird.
00:45:11: Für Kurzgeschichten mag das gehen, Leute einfach in eine Situation, also Leserinnen, in eine Situation reinzuschmeißen, dass sie sich selbst erst mal fragen, okay, wo bin ich hier?
00:45:22: Wo ist der Protagonist?
00:45:24: Und was geht hier ab?
00:45:26: Aber das mit einem veritable Roman zu machen und das auch so durchzuziehen, fand ich Also für den Genuss meines doch eher niedriger angesiedelten Buchgeschmacks schwierig.
00:45:49: Denn es geht erst mal damit los, dass man zwei Leute, also erst einen Menschen, der irgendwie so ein bisschen seinen Innenleben und was außen rum ist, so beschreibt.
00:46:05: Und dann kommt da noch einer dazu und man merkt, dass die sich irgendwie um Geld streiten, während auch der eine, der ganz am Anfang da war, gleichzeitig gerade eben aus dem Bett mit der Ehefrau des anderen, der nachträglich eingetroffen ist, gestiegen war.
00:46:25: Also du merkst einfach schon mal, okay, Das sind schon Sitten, die da am Start sind.
00:46:31: Also es klingt auch so, als ob die dieses Geld eigentlich etwas ist, worum die andere Leute bescheißen wollen.
00:46:39: Also du merkst einfach mal schon, da ist Gear auf verschiedenste Art und Weise vorhanden.
00:46:45: So.
00:46:46: Denn ist dieses Kapitel vorbei, ohne dass man da, also so, erst mal weiß, wie geht das weiter, also.
00:46:56: Und dann ... kommt ein Kapitel von zwei Leuten, die in einer, und jetzt benutze ich dieses Wort einfach mal, weil ich glaube, ich werde es im Kontext unseres Podcasts nie wiederverwenden, geradezu Kafka Esken, Art und Weise in so einer bürokratischen Maschinerie sind, weil sie es gewagt haben, wieder aufzuerstehen.
00:47:25: Ja, okay.
00:47:26: Also das ja so in der Richtung.
00:47:28: Also sie werden dann irgendwo hinzitiert, wo sie erst mal ewig sitzen und dann wird gesagt, ja warum sitzt ihr denn hier und ihr hättet doch schon längst und das hieß doch um acht Uhr?
00:47:38: und nein, das ist doch völlig das falsche Stockwerk und ihr müsst hier und das Formular haste nicht gesehen.
00:47:44: Also so wie man sich diese fürchterlichen Verstrickungen in solchen bürokratischen Maschinerien ja so vorstellen.
00:47:54: Mark.
00:47:56: Ja, und das war dann das nächste?
00:47:58: Aha.
00:47:59: Also ist da wer auferstanden.
00:48:03: Mark ja sein.
00:48:05: Ja, und dann... Nehmen
00:48:06: wir es zur Kenntnis, ja?
00:48:08: Richtig.
00:48:08: Und dann werden immer in den nächsten Kapiteln immer wieder andere Leute durchs Dorf getrieben, sozusagen.
00:48:18: Und also es ergibt sich nach und nach ein Bild eines ziemlich heruntergekommenen Dorfs irgendwo in Ungarn.
00:48:32: Alles ist mehr oder weniger im Arsch.
00:48:36: Das Wetter ist auch im Arsch.
00:48:38: Also so richtig Scheißwetter, wie man sie es nur vorstellen kann.
00:48:42: Und irgendwie scheinen die Leute alle nicht so richtig zu wissen, was sie hier noch sollen.
00:48:49: Aber trauen sich gleichzeitig nicht irgendwas ... daraus zu machen und zu gehen oder so in der Richtung.
00:48:58: Und dann merkt man, dass man also auch immer wieder quasi in neuen Kapiteln, dann wieder quasi einen Zeitsprung ein bisschen zurück in dem, was man schon erlebt hat in der Geschichte, macht, aber es aus der Sicht einer anderen Person dann geschildert wird.
00:49:20: Und irgendwie dreht sich das alles auch so ziemlich im Kreis.
00:49:25: Und der Witz ist aber, also ich habe mir dieses Buch eigentlich unter anderem auch deswegen ausgesucht, weil mit dem Wort Satan und mit dem Wort Tango konnte ich spontan was anfangen.
00:49:38: Ja, also unter anderem, weil ich ja durchaus mit Tanzen auch ja da Spaß dran habe und so.
00:49:47: Ich habe letztendlich dann irgendwann auch so dieses Gefühl gehabt, dass der Titel da echt Programm ist, in dem also wenn du, ich weiß nicht, irgendwie schon mal entweder selber Tango getanzt hast oder anderen Leuten zugeguckt hast.
00:50:09: Da wird auch gerne so umeinander herumgelaufen.
00:50:13: Es werden so Wiegeschritte, also vor und zurück und so Kreisbewegungen irgendwie gemacht, ohne so richtig vom Fleck zu kommen.
00:50:22: Und exakt das macht er auch mit seiner Sprache.
00:50:28: Und die Sprache ist ebenfalls ... Also so einerseits ist sie, also ich weiß nicht, ich hab aufgehört zu zählen, wie oft da geflucht wird.
00:50:41: Also fack ist da ein sehr gängiger Begriff.
00:50:47: Und...
00:50:48: Dagegen ist ja erst mal nichts zu sagen.
00:50:51: Nee, also die Leute sind da wirklich, also man glaubt es denen auch.
00:50:56: Aber die Satzkonstruktion, also wow.
00:51:04: Ich hab's ja nun nicht gelesen, aber ich denke, in einem Satz, zwanzig Kommata und drei Einschübe mit Gedankenstrichen, so, in der Richtung.
00:51:16: Was also bedeutet?
00:51:17: Für den Wirbelsprecher, das ist ja ...
00:51:20: Ja, also, man kann ja bei Gedankenstrichen auch mal eine Pause kurz machen, insofern.
00:51:25: Aber das
00:51:27: ist ... Wirklich, da musst du dabei bleiben.
00:51:30: Und genau das war mir leider dann oftmals irgendwann nicht mehr gegeben, wenn ich so nach der Arbeit nach Hause gefahren bin.
00:51:37: Ich hab mich immer wieder dabei ertappt, dass ich mich an, weiß ich nicht, irgendwas festgehalten habe, was gerade an der S-Bahn vorbei gewutscht ist oder irgendein Plakat oder so.
00:51:47: Weil mich in dem Moment gerade diese Wortgewalt, wenn man mal so will, darüber fordert hat.
00:51:57: Also es ist eine Sache, da muss man Bock drauf haben und dann ist das... Denke ich mal.
00:52:05: Also wenn das wirklich ein gutes Beispiel für seinen Schaffen ist, dann kann ich mir sehr gut vorstellen, warum er diesen Preis gekriegt hat.
00:52:16: Also ich habe ein bisschen was von der Begründung auch irgendwie so noch grob im Kopf gehabt und der hat ja also so auch viel eben um diese ... wie soll man sagen, also auch so so dieses Gefühl der Ohnmacht nach dem Zusammenbruch des sozialistischen Systems in Ungarn, dann irgendwie hat er auch oft thematisiert und das merkt man schon.
00:52:52: Also der Witz ist und da muss ich wirklich sagen, das hat er grandios hingekriegt.
00:52:59: Er malt schon ziemlich coole... Also er schafft es, dass man beim Lesen ziemlich coole Bilder im Kopf hat.
00:53:07: Und was mich ganz besonders überrascht hat, war, die waren bei mir alle schwarz-weiß.
00:53:17: Also wenn ich Gedanken im Kopf habe, sind die normalerweise ziemlich bunt.
00:53:21: Aber er schafft es, eine Stimmung da.
00:53:26: Diese wirklich... Trostlose Stimmung so aufzubauen, dass ich wirklich die Gedanken in Schwarz-Weiß hatte.
00:53:34: Und das ist echt was, das muss man auch mal schaffen.
00:53:37: Also es wird sicherlich nicht bei jedem gehen und manche Leute werden nur sagen, oh Gott, nee, sowas lese ich doch gar nicht.
00:53:44: Ich hab ja keinen Bock hier.
00:53:46: Sowas Trostloses, also so von... Der Gier, mit der die alle so umeinander schleichen und jeder versucht den anderen zu übertöpeln und gegenseitig den anderen irgendwie die Frauen auszuspannen oder Geld zu veruntreuen.
00:54:04: Ich habe dann auch nochmal mir eine Zusammenfassung angeguckt und mich teilweise eben auch bestätigt gefühlt und ich habe dann jetzt noch etwas gelesen, was ich noch nicht weiß, weil ich bin ja noch nicht zum Fertig mit dem Buch, dass also es wohl so ist, dass dieser angeblich wieder auferstand, in Wirklichkeit eigentlich irgendwie so ein... Na, sagen wir mal, so ein ehemaliger oder noch vorhandener ... Na ja, Sozialisteninspektor.
00:54:38: Also, der versucht, die durch seine Ränkespiele alle gegeneinander auszuspielen, irgendwie ist.
00:54:47: Das würde passen.
00:54:51: Also, sagen wir mal, da es Hochliteratur ist, muss das Ganze ja nicht irgendwie auf einen ... Sinn raus, also auf einen irgendwie einen Ende rauskommen.
00:55:02: Ja, das ist ja was, wo ich schon oft, wenn ich eben ein bisschen was anspruchsvolleres lese, dann immer wieder drauf hinaus komme.
00:55:11: Also so ein Ende einer Geschichte, wie wir es so in Belletristik irgendwie kennen oder in anderer Genre Literatur.
00:55:20: Das hast du ja bei solchen Sachen oftmals einfach nicht.
00:55:23: Du wirst genau so... Ahnungslos im Zweifelsfall am Schluss der Geschichte zurückgelassen, wie du am Anfang reingestolpert bist.
00:55:31: Und das kann auch was Interessantes sein.
00:55:37: Ich weiß, dass ich mir das nicht noch mal geben werde, auch wenn ich das durchziehen werde, mir das jetzt bis zum Schluss anzuhören, weil man merkt schon, der hat einfach Ja, ein Handwerk schon ziemlich fein ausgefeilt.
00:55:57: Ja, so fein, dass manchmal, also, man muss da Bock drauf haben, hatte ich ja schon mal gesagt.
00:56:04: Ja.
00:56:05: Ja, manchmal ist Lesenarbeit.
00:56:07: Ja, das ist in diesem Fall Arbeit, aber vielleicht ist es so, dass man hinterher sagen kann, okay, das habe ich jetzt geschafft und irgendwie fühle ich mich damit auch gar nicht schlecht.
00:56:19: Ja, sehr gut.
00:56:20: Also ich bin mir nicht sicher, ob ich jetzt hier den aktuellen Literatur-Nobelpreisträger dessen Name du viel besser aussprechen kannst als ich.
00:56:27: Soll ich noch mal?
00:56:28: Lass noch mal.
00:56:30: Lass noch.
00:56:32: Krassner Horkei.
00:56:33: Ja, okay, also ich werde, weiß ich noch nicht, ob ich eines seiner Werke lesen werde, aber Scotty sagt, wir machen das nicht, der bildkall,
00:56:43: ich weiß nicht ob das heard
00:56:44: ist.
00:56:44: Dann
00:56:45: ist ja schon mal klar.
00:56:47: Gott, dieser Kerl.
00:56:51: Also ich habe, aber ich ahne, wie es sich anfühlt, denn ich habe ja auch das deutsche Buchpreisträgerin, die Hollen darin, so ist der Titel von Doro T. Elmiger gelesen.
00:57:07: Und dann habe ich mich gefreut, weil es ein ganz schmales Bändchen ist, nur hundertsechzig Seiten.
00:57:11: Ich dachte mir, das kann ich ja mal schnell wegsnecken.
00:57:15: Hi, Danai, also...
00:57:18: Also ich habe dann, da habe ich auch erst mal wirklich sehr, sehr lange darüber nachgedacht, wie konnte es passieren, wie konnte es passieren, dass, dass dieses Buch jetzt diesen Preis gewonnen hat.
00:57:32: und also sagen wir, nein, nein, also, nee.
00:57:35: Ich verstehe es total, aber dann habe ich gedacht, okay, die letzte jährige Preisträgerin war ja Martina Hefter mit, hey, guten Morgen, wie geht's dir?
00:57:44: Und das fanden wir ja beide total super und es fanden eigentlich ganz viele Leute total super, weil das ist wirklich ja auch durchaus ausgezeichnete Literaturbuchstäblich.
00:57:55: aber schön zu konsumieren.
00:57:57: Es war wirklich lastig gut.
00:57:59: Es hatte irgendwie eine halbwegs befriedigende Storyline, also so wie wir es halt aus unserer bisschen trashy-ken Bellatristik kennen.
00:58:10: Und trotz alledem ist dieses Buch ja wirklich voller Poesie und schöner Bilder.
00:58:17: wo man wirklich auch trotzdem nachvollziehen kann, ja, ich weiß, warum es diesen renommierten großen deutschen Buchpreis gewonnen hat.
00:58:24: Das fand ich total nachvollziehbar.
00:58:28: Dieses Jahr war die erste Überraschung, es ist wieder eine Frau, das habe ich natürlich gefeiert.
00:58:36: Und dann dachte ich mir, da hat sich dann die Jury überlegt, okay, wenn wir jetzt schon wieder eine Frau nehmen, dann müssen wir inhaltlich, also auf die komplette andere Seite des Spektrums geht.
00:58:53: Boah.
00:58:53: Und ich weiß gar nicht, wie ich es sagen soll.
00:58:57: Ich habe es, glaube ich, einfach nicht kapiert, dieses Buch.
00:58:59: Ich habe es nicht verstanden.
00:59:01: Diese hundertzwanzig oder hundertsechzig Seiten haben sich angefühlt wie, keine Ahnung, wie tausend.
00:59:08: Und es war, also es war echt anspruchsvoll, so inhaltlich.
00:59:14: Also jetzt von der Sprache, es war wirklich sehr... Es war so ein bisschen verquast die Perspektive, denn eigentlich, und das ist als der Klappentex etwas verwirrend, da heißt es, es ist die Erzählperson.
00:59:29: oder mit blinkenden Warenlichtern fährt die Erzählerin eine namenlose Schriftstellerin an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht.
00:59:37: Am Apparat ist ein gefeierter Theatermacher, der sie für sein neuestes Vorhaben zu gewinnen versucht, ein in den Tropen angesiedeltes Stück, die Rekonstruktion eines Fals und bla bla bla.
00:59:49: Das Problem ist, dass sie ist nicht die Erzählerin dieses Buchs.
00:59:55: Es gibt eine weitere Erzählfigur.
00:59:57: Also diese namenlose Schriftstellerin berichtet in einem Auditorium.
01:00:03: Sie steht auf der Bühne mit ihren Notizen von dieser Expedition, die sie da gemacht hat.
01:00:09: Und sie berichtet davon.
01:00:11: Und die eigentliche Erzähler oder die eigentliche Erzählfigur ist ein Mensch.
01:00:17: im Publikum, der die ganze Zeit diese Autorin beobachtet.
01:00:23: Und dann erzählt, wie die Autorin von ihren Erlebnissen erzählt.
01:00:28: Also das heißt, du hast da allein schon irgendwie, da drei so Meter ebnen.
01:00:33: Also die beobachteten Personen erzählt, was sie gerade so sieht, so live-reportageartig.
01:00:39: Und das ist grammatikale schon ... sehr herausfordernd, dass das alles irgendwie funktioniert.
01:00:47: Es klingt auch überhaupt nicht schön.
01:00:49: Das ist irgendwie klar, weil du musst ja immer ... Und dann sagt sie das, und sie sagt, dass die Person XY ihr das gesagt hatte in der Situation.
01:01:01: Also, na ja, es sind unfassbar viele Meter, Meter, Meter, Meter-Ebene.
01:01:06: Und diese Frau, also letztlich, diese Grundprämisse fand ich ja ganz cool, weil es ging, es geht eigentlich um einen echten Kriminalfall vor, keine Ahnung, zehn, zwölf Jahren.
01:01:19: junge Holländerinnen in Südamerika in einem Dschungel verschollen und bis heute nicht wieder aufgetaucht.
01:01:25: Also man hat dann ihre Rucksäcke und Handys und alles und Fotoapparate gefunden, aber von den beiden Damen fehlt bis heute jede Spur und keiner weiß, was da los ist.
01:01:36: Und die Idee war, dass sozusagen dieser Theatermacher, der auch immer nur Theatermacher genannt wurde, Dann mit einer sehr ekläktischen bunten Mischung an anderen Figuren dahin reißt und sozusagen auf den Spuren dieser Holländerinnen wandelt.
01:01:51: ob er sich erhofft, irgendwie neue Erkenntnisse zu finden, weiß ich nicht.
01:01:55: Aber ich fand mal diese Idee ganz lustig, weil, du weißt ja, ich bin ja ein großer True-Crime-Feld.
01:02:01: Genau.
01:02:04: Hätte ja klappen können.
01:02:08: Also diese namenlose Schriftstellerin berichtet dann eben von ihren Erlebnissen und das, was ihr die anderen Teilnehmer in dieser Expedition so alles erzählen.
01:02:17: Und das sind dann halt einfach ... Also wirklich wie so wie in so einem wilden Fiebertraum eine... mehr oder weniger sinnlose Anekdote an die andere geheftet.
01:02:29: Dann erzählt eine irgendwie flemische Kostümbildnerin von einer Beziehung, die sie eins zu einem amerikanischen Maler hatte, der dann aber sehr übergriffig wurde und sehr toxisch.
01:02:42: Der wiederum, die haben dann, also mit dem hat sie einige Zeit zusammengelebt und irgendwie in dem Haus hat dann irgendwie ein altes Ehepaar wegen eines Kühlschranks, also nicht wegen des Kühlschranks, aber also Suizid beglebt.
01:02:54: und dann ist das ganze Haus abgebrannt.
01:02:57: Es war ein totaler Irrsinn.
01:03:00: Und dann springt man immer zwischen hin und her und hin und her und dann wieder diese Erzählungen, wie sich das in dem Dschungel anfühlt.
01:03:06: Und dann, sie muss alles protokollieren, also alles was da geredet wird und auch alle Empfindungen ihrer eigenen und die, die sie bei anderen zu beobachten glaubt.
01:03:14: Und dann hat sie sich, an einer Nacht hat sie sich die Hand verstaucht, dann macht sie sich die Notizen krakelt mit der linken Hand und kann das da nicht mehr lesen.
01:03:22: Und es ist alles wirklich kompletter Wahnsinn.
01:03:25: Also es ist wirklich, also ich fand es total faszinierend, wie viel Inhalt man auf hundertsechzig Seiten unterbringen kann.
01:03:33: Okay.
01:03:34: Und ich war, also ich hab mich einfach komplett erschöpft gefühlt.
01:03:40: Also das war dann... Also, wie gesagt, ich feiere es, dass es wieder eine Frau war.
01:03:47: Und ansonsten, ich habe es nicht verstanden.
01:03:50: Ich habe es einfach nicht verstanden.
01:03:51: Ich schalte mich ein bisschen.
01:03:52: Deswegen
01:03:53: sind wir hier auch im Salon.
01:03:56: Ja, ja.
01:03:57: Also...
01:03:59: Ich
01:03:59: habe auch die ganze Zeit jetzt irgendwie mal auf so eine so eine ultimative Pointe gewartet, die alles auflöst und dann auch endloses Name-Dropping, also von echten und erfundenen Größen aus Literatur und Theater und Film.
01:04:14: Ständig wurde Werner Herzog zitiert mit echten und mutmaßlich erfundenen Zitaten und andere Leute.
01:04:22: Dann wurde irgendwie eine französische Autorin.
01:04:25: Ich glaube, die war dann erfunden.
01:04:26: Da gab es dann irgendwie auch merkwürdige Anekdoten über eine Affäre, die sie dann mit irgendwie einem kleinen, keine Ahnung, irgendwie Guide da auch irgendwo in Südamerika hatte, was überhaupt nichts mit der eigentlichen Story.
01:04:40: Also wirklich, es war wirklich totaler Wahnsinn.
01:04:43: einfach der totale Wahnsinn dieses Buch.
01:04:45: Und ich kann ja noch nie mal sagen, ist es gut oder ist es nicht gut?
01:04:50: Ich habe mit einer Rezension gelesen.
01:04:56: Da habe ich irgendwie auf Amazon einen Sternischen von drei Komma eins oder so was.
01:05:01: Ja, so was ist nicht für jeder Mann.
01:05:04: Er ist nicht für jeder Mann.
01:05:05: Und einer hat geschrieben, ich wette dieses Buch.
01:05:07: Kein Mensch hat dieses Buch gelesen.
01:05:10: Maximal wird es gekauft, aber lesend tut es keins.
01:05:14: Und ich kann nur sagen, das stimmt nicht.
01:05:15: Ich habe es auch gelesen von A bis Z. Jedes Wort.
01:05:22: Aber zum Trost habe ich dann dein Manuskript gelesen.
01:05:28: Also ich war, dann kaum war ich fertig hier mit Dorothea, Elmiga kam, Ordo Draconis aufruh und das habe ich ja dann wirklich auch sehr schnell weggesnackt und kann nur sagen, mein persönlicher subjektiver Eindruck, das hat mir jetzt besser gefallen als gedacht.
01:05:52: Ich habe auch die Hoffnung, dass es nicht nur dir so geht.
01:05:57: Also zumindest das, was meine Lektoren mal so grob zwischendurch verlauten, ließ das Klang ähnlich.
01:06:06: Sie hatte zumindest noch nichts zu meckern.
01:06:09: Das war schon mal gut.
01:06:11: Ja, ich hab dir zwei Stellen gesagt, wo sie unbedingt meckern sollte, sonst mecker ich noch mal.
01:06:16: Ja, ich werde mir das in unserem Chat irgendwo noch mal raussuchen.
01:06:21: Und mir ist auch noch mindestens ... weil du wirst es ja nicht, ach nee, darüber reden wir jetzt nicht, weil sonst wird das überlänge, was ich mit dem Text dann hinterher noch gemacht habe, um ihn nicht loslassen zu müssen.
01:06:39: Ja.
01:06:41: Ich würde mal sagen, bevor wir jetzt noch wieder in eine völlig andere Richtung abbiegen, da wir die Stunde jetzt gerade schon gerissen haben.
01:06:49: Ich
01:06:49: habe noch einen klitzekleinweiteren Bonuslesetipp, weil ich brauche da dann auch noch was anderes.
01:06:56: Was ich sehr empfehlen kann, ist Asterix in Lusitanien, der neuste Asterix.
01:07:01: Das ist immer wichtig.
01:07:04: Das ist wieder sehr hübsch, da waren einfach sehr originelle Dinge drin, weil so Portugal scheint ja auch für Gallia durchaus herausfordernd zu sein.
01:07:15: Das muss ich anders sagen.
01:07:17: Dann muss ich vielleicht mal zugreifen.
01:07:18: Das ist schon lange her, dass ich mal in Astrix gelesen habe.
01:07:22: Ja, also kommt ja nicht so oft vor, dass neue kommen.
01:07:25: Aber die letzten habe ich jetzt auch wieder gelesen.
01:07:27: Ich finde die wirklich gelohnt.
01:07:28: Es macht mir Spaß.
01:07:30: Als Kind habe ich ja Asterix geliebt, obwohl ich ja als Kind versteht.
01:07:33: Nein, nein, nein.
01:07:35: Aber da findet man halt einfach die Bilder lustig und diese ständige, das Verhauen der Römer und sowas und die Wildschweinjagden und das Hinkelstein werfen.
01:07:45: Das ist halt das, was Kinder anspricht.
01:07:47: Aber ja, also es gibt ja dann noch, es gibt wirklich eine ... Sprachlich ist es auch sehr schön.
01:07:53: Also das hat mir gut gefallen.
01:07:56: Also das noch ein kleiner Bonus-Tipp für alle, die noch ein bisschen auf Aufruhr warten müssen und sich vielleicht dann auch irgendwie, wie soll ich sagen, ein Seelenballsam nach der Lektüre von den Holländerinnen und Satans Tango.
01:08:18: Ja, schon.
01:08:19: Und da möchte ich also jetzt mal explizit Lasar ausnehmen.
01:08:22: Das tut nicht wie beim Lesen.
01:08:24: Deswegen habe ich das Wort auch so mehrfach betonen, dass es wirklich ein schmerzfreies Lesen vergnügt.
01:08:30: Tut nicht weh.
01:08:32: Ja, was jetzt womöglich wehtun könnte, also der einen oder anderen Person, sind die Gedanken, die ich kürzlich mittels einer KI, nicht nur in Worte, sondern auch in einen relativ launigen kleinen, ja, Lied, na ja, doch, man kann es schon fast Lied nennen, habe gießen lassen.
01:08:58: Und ihr Lieben, Sagt mir doch mal, ob ihr das erkennt, was wir damit oder was ich damit parodiert habe, um es noch mal auf unsere vier Drachenbücher umzumünzen.
01:09:15: Also, falls du noch irgendwelche letzten Worte hast, Karin, dann hau raus.
01:09:18: Ansonsten starte ich jetzt
01:09:20: mit einer kleinen... Ich starte, ich habe keine letzten Worte.
01:09:21: Ich wünsche euch eine gute Zeit und... Schickt uns eure Spekulationen
01:09:28: zu Christian
01:09:29: Zwerg.
01:09:29: Ich weiß
01:09:44: auch nicht, was es kommt.
01:09:55: For in that sleep of ash what dreams may rise When flesh turns cold beneath the red hot hue?
01:10:02: For who would bear the tongues of licking flame The sinner's
01:10:07: breath
01:10:07: embers of deep regret When one swift drought of
01:10:12: fire could
01:10:12: end it all And spare the heart from grief it can't forget.
01:10:18: Thus fire makes philosophy furs of fools Und Kauschen, Territory, Courage, Intestine.